Die Schrecken der Provinz

© Suhrkamp Verlag

Marie NDiaye zählt zu den bedeutendsten Gegenwartsautorinnen Frankreichs. Ihre Romane, Erzählungen und Theaterstücke erscheinen oft rätselhaft und surreal, geprägt von einem strengen Formwillen. In der Novelle Ein Tag zu lang verschwinden am Ende eines Sommerurlaubs auf dem Land Frau und Kind des Pariser Lehrers Herman. Der Verzweifelte begibt sich auf die Suche nach seiner Familie, doch bald wird er immer mehr von einer seltsamen Dorfgemeinschaft absorbiert.

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Patriarchy is a Death Cult

© Ullstein Buchverlage

Es gibt in diesem Jahr gleich doppelten Anlass, an Marlen Haushofer zu erinnern: Ihr Geburtstag jährt sich zum hundertsten, ihr Todestag zum fünfzigsten Mal. Neben den großen Romanen dieser außergewöhnlichen Schriftstellerin sollte man auch unbedingt ihre kürzere Prosa lesen. Die Novelle Wir töten Stella ist ein flirrendes kleines Meisterwerk, das die patriarchalisch-bürgerliche Geschlechterordnung der Nachkriegszeit schonungslos offenlegt.

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Aufbruch ins Unbekannte

© Rowohlt Verlag

Berühmt geworden ist die us-amerikanische Autorin Jhumpa Lahiri mit Erzählungen und Romanen über Migrationsschicksale und ein Leben zwischen den Welten. Nun hat sie etwas außerordentlich Mutiges gewagt: Einen Wechsel von der englischen zur italienischen Sprache. Ihr neuer Roman – der erste auf Italienisch – erzählt klug und wundervoll poetisch vom Versuch einer weiblichen Selbstfindung.

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If you can make it there…?

© Nagel & Kimche

Ann Petrys Roman Die Straße aus dem Jahr 1946 ist ein Klassiker der afroamerikanischen Literatur, der jetzt in einer wunderbaren Übersetzung endlich auf Deutsch vorliegt. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die mit ihrem Sohn in Harlem die Erfüllung des Amerikanischen Traumes sucht, dabei aber immer wieder mit der harten Realität von Rassismus und Sexismus konfrontiert wird.

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Nobelpreisträgerin in Stuttgart

Von links nach rechts: Moderatorin Prof. Dr. Schamma Schahadat (Universität Tübingen), Olga Tokarczuk, Übersetzer Stefan Heck.  © Julian Zündorf

Ein besonderer Abend: Vor 800 Zuhörerinnen und Zuhörern stellte die frisch gekürte Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk in der Liederhalle Stuttgart ihren jüngsten Roman vor. “Die Jakobsbücher” handeln von einem jüdischen Sektenführer aus dem 18. Jahrhundert.

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Rückkehr nach Gilead

© Berlin Verlag

Ausgezeichnet mit dem Booker Prize 2019: Margaret Atwood knüpft mit Die Zeuginnen an ihre gefeierte Dystopie Der Report der Magd an. Die Themen, die hier aufgegriffen werden, sind leider immer noch aktuell, aber gelingt der Autorin die Fortschreibung ihres wichtigsten Romans?

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Zwischen Afrika und Europa

© Suhrkamp Verlag

Drei ergreifende Geschichten von Migration, Weiblichkeit und der unzerstörbaren Würde des Menschen: Marie NDiayes Drei starke Frauen ist einer der besten und wichtigsten Romane unserer Zeit.

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